«Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf
unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der
hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde
der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er
legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen
sprengte. , sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. » Mutter in
der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik
Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa
verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej
Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat
es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt
doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat
er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne
Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz,
unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.